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Warum Sie Kalzium und Eisen NICHT zusammen einnehmen sollten

Kalzium und Eisen sind beide essenzielle Mineralstoffe, die im menschlichen Körper lebenswichtige Funktionen erfüllen. Kalzium ist für den Aufbau und Erhalt starker Knochen verantwortlich, während Eisen den Sauerstofftransport im Blut unterstützt. Obwohl beide Mineralstoffe entscheidend sind, wird häufig empfohlen, Eisen- und Kalzium-Präparate nicht zusammen einzunehmen. Hier erfahren Sie, warum.

Kalzium and iron supplements – Kalzium and iron absorption – Celebrate Vitamins

Wichtige Erkenntnisse

  • Kalzium und Nicht-Häm-Eisen konkurrieren im Darm um dieselben Transporter.
  • Kalzium kann sich an Eisen binden und unlösliche Komplexe bilden, die nicht aufgenommen werden können.
  • Patientinnen und Patienten nach einer Adipositas-Operation, schwangere Frauen und Vegetarier sind besonders betroffen.
  • Trennen Sie Kalzium-reiche Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel von eisenreichen.

Warum Kalzium und Eisen nicht zusammen eingenommen werden sollten

  1. Kompetitive Absorption: Kalzium und Eisen konkurrieren um die Aufnahme. Bei gleichzeitiger Einnahme kann Kalzium die Eisenaufnahme hemmen, was insbesondere für Personen mit Risiko für eine Eisenmangelanämie problematisch ist.1 Sowohl Kalzium als auch Nicht-Häm-Eisen (die in pflanzlichen Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln vorkommende Form) nutzen für die Aufnahme im Darm zweiwertige Metalltransporter. Sind beide in hoher Konzentration vorhanden, konkurrieren sie um diese Transporter, sodass die Aufnahme des einen oder beider Mineralstoffe verringert werden kann.2
  2. Verdauungsbeschwerden: Hohe Dosen von Kalzium, insbesondere in Verbindung mit Eisenpräparaten, können Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung verursachen, während einige Eisenpräparate Magenkrämpfe, Übelkeit oder Durchfall auslösen können.3 Das saure Milieu des Magens ist für die Eisenaufnahme wesentlich. Kalzium-Carbonat, eine gängige Form eines Kalzium-Präparats, kann als Antazidum wirken und den pH-Wert im Magen erhöhen, wodurch die Löslichkeit und Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen möglicherweise sinkt.4
  3. Optimale Aufnahme: Um das Maximum aus Ihren Nahrungsergänzungsmitteln herauszuholen, sollten Sie die Aufnahme optimieren. Wenn Kalzium- und Eisenpräparate zeitlich getrennt eingenommen werden, kann der Körper beide Mineralstoffe bestmöglich aufnehmen.5 Im Darm kann Kalzium mit Eisen unlösliche Komplexe bilden, die nicht aufgenommen werden können. Selbst wenn also reichlich Eisen im Verdauungssystem vorhanden ist, kann es bei gleichzeitig hoher Konzentration von Kalzium möglicherweise nicht effizient aufgenommen werden.6
  4. Besondere Bevölkerungsgruppen: Schwangere Frauen, Vegetarier, Patientinnen und Patienten nach einer Adipositas-Operation und andere Personen mit höherem Risiko für einen Eisenmangel können besonders von der Konkurrenz zwischen Kalzium und Eisen betroffen sein.7
  5. Mahlzeitenplanung: Bei der Planung von Mahlzeiten, insbesondere wenn Sie für die Eisenversorgung auf angereicherte Lebensmittel angewiesen sind, kann es hilfreich sein, Kalzium-reiche Lebensmittel zeitlich von eisenreichen zu trennen – beispielsweise Milchprodukte zu einem anderen Zeitpunkt als mit Eisen angereicherte Cerealien zu verzehren.8
  6. Häm- vs. Nicht-Häm-Eisen: Häm-Eisen (in tierischen Lebensmitteln) wird anders aufgenommen als Nicht-Häm-Eisen. Während Kalzium die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen beeinflussen kann, ist sein Einfluss auf die Aufnahme von Häm-Eisen weniger bedeutend, da beide Eisenformen bei der Aufnahme unterschiedliche Wege nutzen.9
  7. Regulation der Eisenhomöostase: Der Körper verfügt über ein ausgeklügeltes System zur Regulierung des Eisenhaushalts. Wenn die Eisenspeicher niedrig sind, erhöhen die Därme die Eisenaufnahme; wenn die Werte ausreichend oder hoch sind, nimmt die Aufnahme ab. Das Vorhandensein anderer Mineralstoffe, einschließlich Kalzium, kann dieses System zusätzlich beeinflussen.10

Gehen Sie strategisch mit Kalzium und Eisen um

Obwohl sowohl Eisen als auch Kalzium für unsere Gesundheit lebenswichtig sind, ist es wichtig, ihre Einnahme strategisch zu planen. Wenn Sie ihre Wechselwirkungen verstehen, können Sie fundierte Entscheidungen zu Ernährung und Supplementierung treffen, um eine optimale Aufnahme und gesundheitliche Vorteile sicherzustellen. Planen Sie bei einer Ernährungs- oder Supplementroutine Kalzium-reiche Lebensmittel oder Supplemente getrennt von eisenreichen ein.

Nach einer bariatrischen Operation nehmen Sie Kalzium und Eisen mit einem Abstand von mindestens zwei Stunden ein und befolgen Sie den Supplementplan Ihres bariatrischen Teams.

Quellen

  1. Hallberg L, Brune M, Rossander L. Effect of ascorbic acid on iron absorption from different types of meals. Human Nutrition. Applied Nutrition. 1986;40(2):97-113.
  2. Gunshin H, Mackenzie B, Berger UV, et al. Cloning and characterization of a mammalian proton-coupled metal-ion transporter. Nature. 1997;388(6641):482-488.
  3. Fine KD, Santa Ana CA, Porter JL, Fordtran JS. Intestinal absorption of magnesium from food and supplements. Journal of Clinical Investigation. 1991;88(2):396-402.
  4. Diaz M, Rosado JL, Allen LH, Abrams S, Garcia OP. The efficacy of a local ascorbic acid-rich food in improving iron absorption from Mexican diets: a field study using stable isotopes. American Journal of Clinical Nutrition. 2003;78(3):436-440.
  5. Cook JD, Monsen ER. Vitamin C, the common cold, and iron absorption. American Journal of Clinical Nutrition. 1977;30(2):235-241.
  6. Hallberg L, Rossander-Hulten L. Kalzium und Eisenaufnahme: Wirkmechanismus und ernährungsphysiologische Bedeutung. European Journal of Clinical Nutrition. 1991;45(5):225-233.
  7. Milman N, Byg KE, Bergholt T, Eriksen L. Eisenstatus und Eisenbilanz während der Schwangerschaft. Eine kritische Neubewertung der Eisensupplementierung. Acta Obstetricia et Gynecologica Scandinavica. 1999;78(9):749-757.
  8. Lynch SR. Wechselwirkung von Eisen mit anderen Nährstoffen. Nutrition Reviews. 1997;55(4):102-110.
  9. Hallberg L, Hulthen L. Prediction of dietary iron absorption: an algorithm for calculating absorption and bioavailability of dietary iron. American Journal of Clinical Nutrition. 2000;71(5):1147-1160.
  10. McKie AT, Barrow D, Latunde-Dada GO, et al. An iron-regulated ferric reductase associated with the absorption of dietary iron. Science. 2001;291(5509):1755-1759.

Dieser Artikel dient ausschließlich allgemeinen Informationszwecken und ersetzt keine persönliche medizinische Beratung. Besprechen Sie Ihre Situation, Ihre Bluttestergebnisse und die Supplementierung stets mit Ihrem bariatrischen Team oder Ihrem medizinischen Leistungserbringer.

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